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Bereits 1996 setzte der "Verein für Umweltmanagement in Banken, Sparkassen und Versicherungen" (VfU) einen Standard zur Umweltbilanzierung bei Finanzdienstleistern (FDL). Über die Grenzen der damals beteiligten Unternehmen hinaus werden diese Richtlinien branchenweit anerkannt und angewendet.
2003 hat sich ein Konsortium von Banken und Versicherungen aus der Schweiz, Deutschland und Australien zusammengefunden, um im Projekt "VfU-Indicators 2003" das bestehende System zu überarbeiten. Ziel des Projekts: Going Global, die VfU-Indikatoren sollen zum weltweit anerkannten Standard werden.
Gründe für das Update:
Die jahrelange aktive Anwendung der VfU Standards 1996 legte in vielerlei Hinsicht Verbesserungspotenziale des Systems offen.
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Die Tiefe der Datenerhebung war bei einigen Konten sehr hoch. Die Erfassung dieser Daten ist zwar bei einer ersten Umweltbetriebsprüfung zur Ermittlung der Betrachtungsrelevanz sinnvoll, in der Folge ist die bloße Anzahl z.B. bei der Geschäftsausstattung nur von sekundärer Bedeutung. Zielführender ist in diesen Fällen die Definition von grundsätzlichen Beschaffungskriterien.
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Es fehlte außerdem ein Instrument um die tatsächlich erreichte Datenqualität einheitlich nach außen zu kommunizieren.
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Eine zu hohe Komplexität des Kennzahlensets ergab sich auch aus dem Einsatz von verschiedenen Bezugsgrößen (Mitarbeiter, m², Tage) bei relativen Kennzahlen wie z.B. dem Heizenergieverbrauch pro m² oder dem Wasserverbrauch pro MA und Tag.
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Viele Anwender empfanden die Definition der Systemgrenzen innerhalb derer die Umweltdaten erhoben werden als zu offen, um ein Benchmarking der FDL untereinander zuzulassen.
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Das ursprünglich in deutschsprachigen Ländern entwickelte System war nicht uneingeschränkt auf internationaler Ebene einzusetzen und begrenzt somit die Einsetzbarkeit gerade für die Global Players.
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VfU-Indicators 2003 - Ergebnisse:
Mit dem überarbeiteten Indikatorensystem konnte die Qualität der Kommunikation mit den Stakeholdern eindeutig verbessert werden. Es liefert eine verlässliche Datenbasis und wird dadurch auch von außen überprüfbar. Die Grafik zeigt das systematisierte Kennzahlenset. Die Kennzahlen 1 bis 5 sind jeweils in diejenigen Kategorien untergliedert, die eine umfassende quasi automatische Berechnung der Umweltauswirkungen mit den Kennzahlen 6 und 7 ermöglichen.

Quelle: O. Schmid-Schoenbein, G. Oetterlie, S. Furter (2003): VfU Indicators 2003.
Internal Environmental Performance Indicators for the Financial Industry, S. 3.
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