Newsletter „Sustainable Finance Kompakt“ 12/2020

Liebe Mitglieder und Freunde des VfU,

anbei finden Sie den VfU Newsletter „Sustainable Finance Kompakt“ für den Monat Dezember 2020.

Er bietet Ihnen Hinweise auf aktuelle Aktivitäten und Initiativen, neue Publikationen sowie interessante Veranstaltungen im Kontext von Sustainable Finance – aus der VfU Geschäftsstelle,
den VfU Mitgliedsunternehmen,
dem VfU Netzwerk und/oder
dem weiteren Umfeld (Politik, Aufsicht, Wissenschaft, Zivil-Gesellschaft etc.).
Wenn Sie zukünftig über unseren Newsletter entsprechende Hinweise zu den o.g. Themen mit der Community teilen wollen, senden Sie uns diese gerne zu, an: info@vfu.de.

Frühere Ausgaben unseres Newsletters finden Sie im Newsletter-Archiv.

Beste Grüße und bleiben Sie gesund,
Ihr VfU Team – Martin Hillenbrand, Henrik Ohlsen und Sven Remer

AKTIVITÄTEN & INITIATIVEN

Aus der VfU-Geschäftsstelle

  • Dokumentation des UNEP FI / VfU Roundtables 2020 – „Managing Sustainable Finance – Sustainable Finance Management“
    Eine Zusammenfassung des UNEP FI / VfU Roundtable 2020, der am 23.11.2020 unter dem Motto „Managing Sustainable Finance – Sustainable Finance Management“ stattfand, liegt nun vor und ist für VfU Mitglieder in der VfU Mediathek erhältlich. Auch die entsprechenden Präsentationen und Video-Aufzeichnungen vom Roundtable sind, sofern freigegeben, für VfU Mitglieder in der VfU Mediathek erhältlich.
  • Ergebnisse der Umfrage zum Thema „Sustainable Finance Management“
    Die im Vorfeld des UNEP FI / VfU Roundtable durchgeführte Umfrage zu „Sustainable Finance Management“ zeigt, dass die Aufbau- und Ablauf-Organisation in vielen Instituten den Anforderungen an eine umfassende und systematische Integration von Nachhaltigkeit über alle Funktions-/Geschäftsbereiche noch nicht gerecht wird. Die Ergebnisse der Umfrage finden Sie in der VfU-Mediathek.
  • Kooperation mit PCAF für Kompetenzaufbau zur Messung finanzierter Emissionen
    Wie bereits im letzten Newsletter erwähnt, kooperieren VfU und PCAF (Partnership for Carbon Accounting Financials), um Finanzinstitute in der DACH Region bei der Messung und Offenlegung der finanzierten Emissionen ihrer Portfolios mittels des PCAF Standards zu unterstützen. Dabei setzen die Partner vor allem auf Peer Learning unter Praktikern, die kollektive Weiterentwicklung von Berechnungsmethoden, aber auch auf strategische Koalitionen mit Dritten rund um das Thema Datenqualität (s. auch Beitrag hierzu in Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments, S. 14). Bei Interesse an einer Teilnahme kontaktieren Sie uns bitte gerne: info@vfu.de.
  • VfU Kennzahlen-Tool Update – Berücksichtigung von Emissionen aus der Arbeit im Homeoffice
    Der von über 400 Institutionen abgerufene und seit 17 Jahren kontinuierlich weiterentwickelte VfU Kennzahlen Standard hat am 14.12.2020 ein Update auf die Version 2018 1.4 erhalten. Mit diesem Update können nun auch die Emissionen aus der durch die Corona Pandemie vermehrt stattfindenden Arbeit im Home Office berücksichtigt werden. Das Tool und Informationen zum Update können hier abgerufen werden.

Aus dem Mitgliederkreis

  • DSGV: Pressemitteilung „Sparkassen-Finanzgruppe bringt Klimaschutz-Selbstverpflichtung an den Start“
    Der jüngst veröffentlichten „Selbstverpflichtung für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften“ der Sparkassen-Finanzgruppe haben sich mehr als 170 Sparkassen, acht Landesbanken und Verbundunternehmen als Erstzeichner angeschlossen. Sie teilen das Ziel, den CO2-Ausstoß zur reduzieren und nachhaltiger zu wirtschaften – „und zwar im eigenen Haus, bei ihrer Kundschaft und in der Kommune vor Ort“ – erreichen zu wollen. Wer die freiwillige Selbstverpflichtung unterzeichne, bekenne sich zu dem Ziel, bis spätestens 2035 den eigenen Geschäftsbetrieb CO2-neutral zu gestalten, auch indem unvermeidbare Restemissionen durch geeignete Maßnahmen kompensiert würden. Basis für die Selbstverpflichtung sind die Ziele des Pariser Klimaabkommens und die „Principles for Responsible Banking“ der Finanzinitiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Der DSGV ist den sogenannten „UN-Principles“ im Mai 2020 als Unterstützer beigetreten.
  • Deutsche Bank: Presse-Mitteilung „Deutsche Bank will Vergütung an Nachhaltigkeitskriterien knüpfen“
    Die Deutsche Bank hat jährliche Wachstumsziele für ihr Geschäft im Bereich Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (ESG) ausgegeben und plant, ab 2021 die Vergütung des Managements daran zu knüpfen. So soll das Volumen an nachhaltigen Finanzierungen und Kundenanlagen im laufenden Jahr mehr als 20 Milliarden Euro erreichen und bis 2025 schrittweise auf insgesamt mehr als 200 Milliarden Euro steigen. Mit ihrem Plan, die Vergütung der Top-Führungskräfte ab dem kommenden Jahr an konkreten Nachhaltigkeitskriterien auszurichten, wollen Aufsichtsrat und Vorstand diese Ambition bekräftigen. Zu den Kriterien, die dafür ausschlaggebend sein sollen, zählt neben dem jährlichen Volumenziel an nachhaltigen Finanzierungen und ESG-Anlagen auch ein Index, der sich aus den Einstufungen von fünf führenden Ratingagenturen mit Blick auf Nachhaltigkeit zusammensetzt. Außerdem soll das Management daran gemessen werden, dass die Bank bis Ende kommenden Jahres den Energieverbrauch in ihren Gebäuden gegenüber 2019 um zehn Prozent senkt. Bis 2025 will die Bank ihren Strombedarf zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien abdecken.

Offene Konsultationen

VERÖFFENTLICHUNGEN

Jüngst erschienen sind folgende relevante Veröffentlichungen, von denen Sie die meisten  – nach Registrierung/Login –  auch in der VfU Mediathek finden, bewerten, kommentieren und teilen können: 

Anlage-Beratung / MiFID II

  • FNG, DNWE „Leitfaden zur Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenz (MiFID II)“
    Das Forum Nachhaltige Geldanlage (FNG) hat gemeinsam mit dem Deutschen Netzwerk  Wirtschaftsethik (DNWE) einen Leitfaden zur Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen von Kund*innen in der Anlageberatung erstellt. Dieser Leitfaden kann hier abgerufen werden. Das Begleitdokument kann hier und eine Aufzeichnung der Veröffentlichung hier abgerufen werden.

ETFs

  • Planet Tracker: Briefing Paper „Exchange-traded Deforestration – Seven Companies can reduce rising deforestraton risk hidden within ETFs“
    Dieser Artikel von Planet Tracker argumentiert: Exchange Traded Funds (ETFs) boomen – doch ihre Strukturen verbergen hartnäckige Abholzungsrisiken vor Investoren. Planet Tracker identifiziert die wichtigsten Entscheidungsträger für jedes Instrument im wachsenden ETF-Universum und fordert spezifische Maßnahmen von Indexanbietern, ETF-Sponsoren und Investoren, um versteckte Abholzungsrisiken in ihren Beständen oder Indizes zu beseitigen. Während einige Investmentfonds sich verpflichten, das Entwaldungsrisiko zu adressieren, haben ETF-Sponsoren bisher nicht auf Nachhaltigkeitserklärungen reagiert, indem sie Instrumente strukturieren, die explizit Aktien ausschließen, die mit Entwaldung in Verbindung stehen.

Förderbanken

  • EIB: Pressemitteilung „EU member states approve EIB Group Climate Bank Roadmap 2021-2025“
    Bereits Mitte November gab die Europäische Investitionsbank (EIB) bekannt, dass ihr Verwaltungsrat, der sich aus Vertretern der EU-Mitgliedstaaten zusammensetzt, den Klimabank-Fahrplan (Climate Bank Roadmap – CBR) beschlossen hat. Der Plan legt dar, wie die EIB-Gruppe die Ziele des europäischen Green Deal und die nachhaltige Entwicklung außerhalb der Europäischen Union unterstützen will. Dies umfasst insbesondere 1) Unterstützung von Investitionen in Höhe von 1 Billion Euro für Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit bis 2030, 2) die Ausrichtung der gesamte EIB Finanzierungstätigkeit ab Ende 2020 auf die Ziele des Pariser Abkommens, 3) Allokaton von mehr als 50% der jährlichen Finanzierungen sind bis 2025 für grüne Investitionen, 4) mehr grüne Beratungsdienste und Finanzierungen für innovative kohlenstoffarme Technologien, sowie 5) Unterstützung für grüne Kapitalmärkte, Anpassung an den Klimawandel, Just Transition-Projekte.

Klima-Abkommen von Paris

  • Guterres, Antonio (UN SG): Artikel Fünf Jahre Pariser Klimaabkommen Die dringendste Aufgabe der Welt Fünf Jahre Pariser Klimaabkommen“
    In einem kürzlich erschienenen Gastbeitrag im Magazin „Der Spiegel“ äußert sich UN Generalsekretär António Guterres zu den Themen Covid-19 und Klimakatastrophe. Ein Zurück zur alten Normalität aus Ungleichheit und Fragilität sei nicht mehr möglich und daher müssen drei Forderungen von allen Staaten der Erde erfüllt werden: Ein globales Bündnis zur CO2 Neutralität, Herstellen eines Einklangs zwischen Finanzwesen und Paris Übereinkommen und Durchbruch bei der Klimaanpassung und -resilienz.

Klima-Benchmarks

Klima-Berichterstattung

    • IIRC & KIRCHHOFF: Bericht „Closing the gap: The role of integrated reporting in communicating a company’s value creation to investors“
      Das International Integrated Reporting Council (IIRC) hat in Zusammenarbeit mit der Kirchhoff Consult AG untersucht, inwieweit Investoren und Analysten nichtfinanzielle Informationen wertschätzen, wie sie diese nutzen und welchen Nutzen sie in einer integrierten Berichterstattung sehen. Auch die Frage, wie eine verstärkte Berichterstattung nichtfinanzieller Informationen durch Unternehmen in Deutschland in integrierter Form angeregt werden kann, wurde untersucht. Die Studie basiert auf Interviews mit Investoren aus Deutschland, die Erkenntnisse sind aber international gleichermaßen relevant – für Investoren und Unternehmen. 
    • Task Force on Climate-related Financial Disclosures: Konsulations-Papier „Forward-Looking Financial Sector Metrics“
      Als Reaktion auf das wachsende Interesse und neue Offenlegungspraktiken von mehreren großen institutionellen Anlegern, bildete die Task Force on Climate Related Financial Disclosures eine Arbeitsgruppe, um die Vorteile und Herausforderungen der Offenlegung von “Temperature Alignment” Kennzahlen und anderer zukunftsorientierter klimabezogener Messgrößen zu prüfen. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sprachen mit mehreren Anbietern von Methoden und institutionellen Investoren, die zukunftsorientierte klimabezogene Kennzahlen offenlegen, um ein besseres Verständnis der verfügbaren Kennzahlen und der potenziellen Vorteile und Herausforderungen einer Offenlegung zu erlangen. Schließlich entwickelte die Arbeitsgruppe eine Reihe von Fragen für die öffentliche Konsultation, um sicherzustellen, dass ein breites Spektrum von Perspektiven in die zukünftige Arbeit der Task Force einfließt. Die Task Force wird die Antworten auf die Konsultation berücksichtigen, um zu entscheiden, ob weitere TCFD-Leitlinien für den Finanzsektor zu zukunftsgerichteten Metriken erforderlich sind. 

 

  • PwC: Studie Klimaberichterstattung bei börsennotierten Unternehmen – Eine Bestandsaufnahme im DAX 30, MDAX, ATX 20 und SMI 20″
    Die jüngste PwC Studie zeigt, dass über 95 Prozent der untersuchten börsennotierten Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mittlerweile über Klimathemen berichten. Allerdings lassen die Tiefe und Qualität der Berichterstattung über Klimathemen jedoch zu wünschen übrig. Die meisten Unternehmen kommunizieren zwar über ihre Klimaziele, aber wenige haben einen konkreten Plan mit Meilensteinen und einer Roadmap entwickelt, der im Detail beschreibt, wie sie diese Ziele erreichen und die Fortschritte messen wollen. Und auch die Analyse von und der Umgang mit Klimarisiken und -chancen steckt noch in den Kinderschuhen.

Klima-Risiko-Analyse und -Management

  • EIOPA: Bericht „Sensitivity analysis of climate-change related transition risks“
    Dieser Bericht der EIOPA untersucht aktuelle Bestände an Unternehmensanleihen und -aktien, die mit klimapolitisch relevanten Schlüsselsektoren wie der Förderung fossiler Brennstoffe, kohlenstoffintensiven Industrien, der Fahrzeugproduktion und dem Energiesektor in Verbindung gebracht werden können. Er quantifiziert auch potenzielle klimawandelbedingte Übergangsrisiken und präsentiert Einblicke in mögliche Auswirkungen auf diese Investitionen, wenn sich die Volkswirtschaften von der von fossilen Brennstoffen abhängigen Energieerzeugung und kohlenstoffintensiven Produktion abwenden.

„Net Zero“

  • 2°ii: Bericht „Five years on from Paris: new report examines the financial sector’s climate-related commitments“
    Nach dem Pariser Abkommen haben Initiativen für nachhaltige Finanzen und damit verbundene Verpflichtungen einen Aufschwung erlebt, da der politische und gesellschaftliche Druck auf Finanzinstitutionen gestiegen ist, Maßnahmen zu ergreifen. Es gibt jedoch immer noch ein begrenztes Verständnis darüber, inwieweit diese Verpflichtungen effektiv sind (d. h. Emissionsreduzierungen in der Realwirtschaft vorantreiben). Es besteht ein dringender Bedarf, dies anzugehen, insbesondere in Frankreich, wo die Finanzaufsichtsbehörden die Aufgabe haben, diese Zusagen zu überwachen und ihren Beitrag zum Pariser Abkommen zu bewerten. Dieser Bericht zielt darauf ab, die aktuelle Art der Klimazusagen von Finanzinstituten und die vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Auswirkungen dieser Zusagen in Bezug auf die THG-Emissionen in der Realwirtschaft zu überprüfen. 
  • Financial Time: Aritkel „Fund managers with $9tn in assets set net zero goal“
    Wie die Financial Times bereichtet, haben sich dreißig der größten Vermögensverwalter der Welt, die zusammen 9 Milliarden Dollar verwalten, in einer gemeinsamen Initiative zum Ziel gesetzt, bis 2050 in ihren Investmentportfolios keine Kohlenstoffemissionen mehr zu verursachen. Die Gruppe, zu der Fidelity International, Legal & General Investment Management, Schroders, UBS Asset Management, M&G, Wellington Management und DWS gehören, will mit ihren Kunden zusammenarbeiten , um die Emissionen ihrer Anlagen zu senken.
    Bereits in 2019 hatten Asset Owner mit der Net Zero Asset Owner Alliance, eine Investoren Klima-Initiative gegründet. 
  • McKinsey: Bericht „Net-Zero EuropeDecarbonization pathways and socioeconomic implications“
    Um die Bemühungen zur Erreichung der Emissionsziele des europäischen Green-Deal-Plans für 2030 und 2050 zu unterstützen und die Auswirkungen der erforderlichen Veränderungen zu untersuchen, hat McKinsey versucht, einen gesellschaftlich kostenoptimalen Weg zu finden.
    Von den unzähligen möglichen Pfade, beschreibt dieser Bericht den von McKinsey identifzierten kostengünstigsten Pfad. Er zeigt die technische Machbarkeit, die Emissionsreduktionsziele der Europäischen Union zu erreichen. Er zeigt auch, dass die Dekarbonisierung Europas weitreichende wirtschaftliche Vorteile haben kann, einschließlich BIP-Wachstum, Senkung der Lebenshaltungskosten und Schaffung von Arbeitsplätzen. Der Bericht soll nicht vorschreiben, was Europas politische Entscheidungsträger tun sollten, sondern eine faktische Grundlage für den Vergleich von Ansätzen zur Emissionsreduzierung liefern. 
  • www.ResearchersDesk.se: Artikel „10 myths about net zero targets and carbon offsetting, busted“
    In diesem Artikel argumentiert eine größere Gruppe schwedischer Wissenschaftler, dass Carbon-Neutralitätsziele oft nicht so ehrgeizig sind, wie sie klingen, da sie sich auf problematische Kohlenstoffkompensationen und unerprobte Technologien stützen. Die Idee des Kohlenstoffausgleichs, die den sogenannten Netto-Null-Zielen zugrunde liegt, basiere auf einer Reihe von Mythen. So beruhe die Kompensation in vielen Fällen auf der Bindung von Kohlenstoff in Vegetation und Böden. Diese Kapazität ist jedoch begrenzt und wird benötigt, um Kohlendioxid zu speichern, das wir bereits emittiert haben. Annahmen über zukünftige Technologien und Ziele, die Jahrzehnte in der Zukunft liegen, verzögerten sofortiges Handeln. Länder und Unternehmen sollten den Fokus von fernen Netto-Null-Zielen auf reale Emissionsreduzierungen jetzt verlagern.

Socially Responsible Investment

  • SSRN „Top 10 articles in Investment & Social Responsibility eJournal“
    In der aktuellen SSRN Übersicht über die Top 10 Artikel zu Socially Responsibel Investment (SRI) finden sich einer Reihe relevanter (und frei verfügbarer) wissenschaftlicher Publikationen zu Themen wie: „Aktuelle Perspektiven bei ESG-Aktienanlagen“, „Treibhausgasemissionen und erwartete Renditen“, „CSR in Zeiten der Krise: Evidenz aus der COVID-19 Pandemie“, „Kapitalmarkteffekte von ESG-Wesentlichkeitsstandards“, „Sinn und Unsinn von ESG-Ratings“ und „Kann BlackRock die Welt retten? Die Rolle des institutionellen Investors im Stakeholder-Kapitalismus“.

Spatial Finance

  • WWF & Weltbank: Bericht „Spatial financel“
    In ihrem gemeinsamen Bericht befassen sich WWF und Weltbank mit dem aufstrebenden Thema „Spatical Finance“, also der Integration von Geodaten in die Finanzpraxis, das bestehende ESG-Datenströme ergänzt. Der Bericht skizziert zum ersten Mal eine robuste Taxonomie für diese Bereich. Neben Einblicken von globalen Vordenkern und Praktikern bietet er Fallstudien von innovativen Technologien, wie z.B. der Methanerkennung aus dem Weltraum, und Perspektiven von etablierten Finanzdatenanbietern, wie Bloomberg und S&P Global. Abschließend wird die Rolle der Non-Profit-Organisationen im Umweltbereich skizziert, die als wichtige Dateninhaber das Feld unterstützen.

Sustainable Development Goals (SDGs)

  • Worldbank: Publikation „Atlas of Sustainable Development Goals“
    Der neue Weltbank-Atlas zu den nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) 2020 kombiniert interaktives Storytelling und Datenvisualisierungen . Er hebt Trends für ausgewählte Ziele innerhalb jedes Ziels hervor und bietet eine Einführung in Konzepte, wie (einige) SDGs gemessen werden können. Wo verfügbar, zeigt er auch Daten zu den die sich abzeichnenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die SDGs.

Sustainable Finance Allgemein

  • Schweizer Bundessrat: Pressemitteilung „Der Bundesrat konkretisiert Vorschläge für einen nachhaltigen Finanzstandort Schweiz“
    Der Bundesrat der Schweiz hat konkrete Massnahmen für einen nachhaltigen Finanzstandort Schweiz beschlossen. Dabei sollen die Transparenz verbessert, die Risikoanalyse gestärkt und das internationale Engagement der Schweiz ausgeweitet werden. Ziel ist es, die Position der Schweiz als ein führender Standort für nachhaltige Finanzdienstleistungen weiter auszubauen.

Taxonomie

  • adelphi & ISS ESG: Studie Measuring the Taxonomy Alignment of European Large Caps – Key Takeaways from ISS ESG’s Pilot Study
    Im Auftrag des BMU hat ISS ESG zusammen mit adelphi eine Studie zum aktuellen Stand der Ausrichtung börsennotierter europäischer Unternehmen sowie der Kreditvergabe von Banken an der EU-Taxonomie für nachhaltige Finanzen erstellt. Dabei wurden 75 Unternehmen, die in drei großen europäischen Indizes (EURO STOXX, DAX30 und CAC40) gelistet sind, untersucht. Ihre Taxonomie-Ausrichtung wurde anhand der Umsatzanteile gemessen, die aus wirtschaftlichen Aktivitäten stammen, die gemäß der Taxonomie signifikant zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel beitragen können und in Übereinstimmung mit allen Taxonomiekriterien für die jeweilige wirtschaftliche Aktivität durchgeführt werden. Die Studie zeigt eine insgesamt geringe Übereinstimmung mit den Taxonomie Kriterien bei europäischen Firmen. 
  • imug | rating & V.E: Tool „V.E EU Taxonomy Alignment Screening“
    imug | rating und V.E (formals Video Eiris) bieten zusammen eine Beta-Version eines Taxonomy Alignment Screening zu Testzwecken (Request for Comment) an. Das Tool hilft Analysen und Auswertungen an der Taxonomie auszurichten und eventuelle Unsicherheiten auszuräumen. Die beiden Partner liefern für die vollständige europäische Coverage konkrete Daten zur Taxonomie-Konformität. Zur entsprechenden Pressemeldung gelangen Sie hier, zum Bericht „Taxonomy Alignment Screening“ hier
  • WWF & Wuppertal Institut: Leitfaden „Nachhaltigkeitsfilter für öffentlcihe Mittel – Leitfaden zur Anwendung der EU-Taxonomie“
    Dieser von WWF Deutschland und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gemeinsam verfasste Leitfaden schlägt eine mehrstufige Anwendung von Prüfkriterien für Nachhaltigkeit in der Vergabe öffentlicher Mittel. Er zeigt am Beispiel des Krisenbewältigungspaketes der Bundesregierung, wie die Grenzwerte und technischen Prüfkriterien der EU-Taxonomie von öffentlichen Institutionen verwendet werden können, um Konjunkturmaßnahmen oder Förderprogramme an Nachhaltigkeit und planetaren Grenzen  auszurichten.

Versicherungen

  • Deutsche Rentenversicherung Bund: DNK Erklärung „Sicherheit für Generationen“
    In einem ersten Schritt auf dem Weg zu einer Nachhaltigkeitsstrategie hat die Deutsche Rentenversicherung Bund aktuell ihre erste Erklärung nach dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) vorgelegt. Sie reiht sich damit als große öffentliche Verwaltung in den Kreis zahlreicher deutscher Unternehmen und Organisationen ein, die sich an den Vorgaben des DNK orientieren. Der Bericht ermöglicht anhand von 20 Kriterien und vielen Indikatoren eine grundlegende Bestandsanalyse und gibt wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung der nachhaltigen Ausrichtung. Die Deutsche Rentenversicherung Bund will bis 2030 treibhausgasneutral agieren.

VERANSTALTUNGEN

VfU Veranstaltungen

Bisher terminierte Veranstaltungen (weitere folgen demnächst):
Weitere Informationen zu diesen und zukünftigen VfU Veranstaltungen finden Sie unter der entsprechenden Rubrik auf der VfU Homepage.

Veranstaltungen Dritter

Aktuelle Informationen zu kommenden Veranstaltungen Dritter finden Sie auch unter der entsprechenden Rubrik auf der VfU Homepage.

VfU Veranstaltungs-Rückblick 2020 – Zum Nach-Hören/-Lesen
 

Von den zahlreichen Veranstaltungen (Calls, Webinare, Workshops etc.), die der VfU in 2020 durchgeführt hat, liegen teilweise Dokumentationen (Präsentationen und/oder Video-Aufzeichnungen) vor, die wir Ihnen nachfolgend nochmal zusammengestellt haben. Diese Dokumentationen sind überwiegend VfU Mitgliedern vorbehalten.

Alle vergangenen Veranstaltungen, Aufzeichnungen und begleitende Dokumente finden Sie auch im Veranstaltungsarchiv auf der VfU Webseite oder in der VfU Mediathek, auf der Sie natürlich auch noch eine Fülle (aktuell über 700) weiterer Materialien finden.

ESG Sektor-Risiken (ESG Risiko-Monitor)

  • Atomkraft | NKI | VfU ESG Risiko-Monitor | Factsheet | VfU Mitglieder
  • Bergbau/Mining | NKI | VfU ESG Risiko-Monitor| Factsheet | VfU Mitglieder
  • Bioenergie | NKI | VfU ESG Risiko-Monitor |Factsheet | VfU Mitglieder
  • CCS – Carbon Capture and Storage | NKI | VfU ESG Risiko-Monitor | Factsheet | VfU Mitglieder
  • Palmöl | NKI | VfU ESG Risiko-Monitor | Factsheet | VfU Mitglieder
  • Wasserstoff | NKI | VfU ESG Risiko-Monitor | Factsheet | VfU Mitglieder

Regulatorik

  • EU Taxonomie | PwC | VfU Sustainable Finance Spezial | Webtalk | Präsentation & Video | VfU Mitglieder

Sustainable Finance Ansätze / Tools

SONSTIGES

 

In eigener Sache

Zum Schluss nochmal die Bitte um Feedback und Anregungen zu unserem Newsletter sowie um Hinweise aus Ihren Häusern für die nächsten Newsletter – die Sie uns gerne jederzeit zusenden können, an: info@vfu.de

Newsletter

Der VfU Newsletter informiert Sie quartalsweise über Neuigkeiten im Bereich Sustainable Finance und aus dem VfU Netzwerk.