Newsletter „Sustainable Finance Kompakt“ 01/2021

Liebe Mitglieder und Freunde des VfU,

anbei finden Sie den VfU Newsletter „Sustainable Finance Kompakt“ für den Monat Januar 2021.

Er bietet Ihnen Hinweise auf aktuelle Aktivitäten und Initiativen, neue Publikationen sowie interessante Veranstaltungen im Kontext von Sustainable Finance – aus der VfU Geschäftsstelle,
den VfU Mitgliedsunternehmen,
dem VfU Netzwerk und/oder
dem weiteren Umfeld (Politik, Aufsicht, Wissenschaft, Zivil-Gesellschaft etc.).
Wenn Sie zukünftig über unseren Newsletter entsprechende Hinweise zu den o.g. Themen mit der Community teilen wollen, senden Sie uns diese gerne zu, an: info@vfu.de.

Frühere Ausgaben unseres Newsletters finden Sie im Newsletter-Archiv.

Beste Grüße und bleiben Sie gesund,
Ihr VfU Team – Martin Hillenbrand, Henrik Ohlsen und Sven Remer

AKTIVITÄTEN & INITIATIVEN

 

Aus der VfU-Geschäftsstelle

  • VfU Kennzahlentool
    Seit dem Update 2018 1.4 am 14.12.2020 findet das VfU Kennzahlentool noch  stärkeren Anklang als bereits bisher. Über 250 Finanzinstitute aus der DACH Region setzen das Tool mittlerweile ein. Gleichzeitig wurde an die VfU Geschäftsstelle in den letzten Wochen vermehrt der Wunsch nach Weiterbildungsmaßnahmen in diesem Bereich gerichtet. Darauf haben wir kurzfristig mit entsprechenden Seminar-Angeboten geantwortet, arbeiten aber auch an eine mittel- bis langfristigen Lösung. Sollten Sie Bedarf an Schulungen und Weiterbildung zum VfU Kennzahlentool haben, melden Sie sich gerne per Email unter info@vfu.de.
  • Neue VfU Mitglieder
    Wir begrüßen ganz herzlich unsere neuen VfU Mitglieder EDEKABANK, Barmenia Krankenversicherung AG, Bank für Kirche und Caritas eG und Münchner Verein Versicherung. Wir freuen uns, dass sie an Bord sind und wir gemeinsam das Thema Sustainable Finance voranbringen können.
  • Update der VfU Mediathek
    Auch im neuen Jahr wird das Projekt VfU Mediathek weiter ausgebaut. Mit über 800 Einträgen und über 200 Nutzern etabliert sich die Wissensplattform im Sustainable Finance Umfeld. Die Inhalte werden laufend ergänzt und auf dem aktuellen Stand gehalten. Das Themendossiers EU Aktionsplan wurde beispielsweise am 19.01. von EY aktualisiert. Das Themendossier können Sie hier abrufen.

Aus dem wissenschaftlichen Beirat

  • Busch, T. et al. (Dezember 2020): Forschungsartikel „Impact investments: a call for (re)orientation“
    Zusammen mit weiteren Wissenschaftlern haben unsere beiden wissenschaftliche Beiräte Timo Busch und Christian Klein einen Artikel zum Thema Impact Investing veröffentlicht. Der Begriff Impact Investment wird oft synonym für alle Investitionen verwendet, die Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (ESG) einbeziehen, ohne aber notwendigerweise auf eine transformative Veränderungen abzuzielen. Damit verbunden ist die Gefahr des „Impact Washings“ (ähnlich dem „Green Washing“). Um hier eine (Neu-) Orientierung aus akademischer Perspektive zu bieten, leitet das Forschungsteam eine neue Typologie nachhaltiger Investments ab. Diese Typologie liefert eine präzise Definition, was Impact Investments sind und was sie abdecken sollten. In diesem Zusammenhang schlagen die Autoren auch vor, zwischen wirkungsorientierten und wirkungsgenerierenden Investitionen zu unterscheiden. Damit könnte ein fundierterer Grundstein für künftige Forschungen und Debatten im Bereich Impact Investing durch Praktiker, politische Entscheidungsträger und Wissenschaftler gleichermaßen gelegt werden.

Offene Konsultationen

Ausblicke auf 2021

Zum Jahresbeginn wurden von verschiedener Seite aus Ausblicke auf das Jahr 2021 – auch mit Blick auf die Themen Nachhaltigkeit und/oder Sustainable Finance – veröffentlicht, so z.B. von

  • akzente
    akzente stellt in seinem „Trendmonitor 2021: Ein Reset für unser System?“ die Trends der vergangenen Monate vor und was wir für die kommenden Monate erwarten können. „Klimaschutz“ befindet sich wieder auf Platz 1, dicht gefolgt von „Digitalisierung“ und „Rohstoffen“.
  • Deutsche Bank
    Was kommt auf uns im ESG Bereich 2021 zu? Das Deutsche Bank ESG Advisory Team hat sich die 5 wichtigsten ESG Trends angeschaut. „Strategie“, „Glaubwürdigkeit bezüglich Net Zero“, „globale Regulierungen“, „Reporting Standards“ und weitere Fokus auf „Financing Markets“.
  • Forbes
    Die Journalistinnen von Forbes schauen sich die Top 5 ESG Trends für 2021 an. Hier wird an oberster Stelle das Thema Mentale Gesundheit eingeordnet, gefolgt von Diversity, gestiegener Konsumentenwahrnehmung, der Notwendigkeit gemeinsam an der Umsetzung von ESG Zielen zu arbeiten und sich gegenseitig zu inspirieren.
  • KPMG
    KMPG analysiert in dieser Horizonte Ausgabe was auf europäischer Ebene geplant ist. Hauptthemen sind die stärkere Regulierung nachhaltiger Finanzierungen, die Kapitalmarktunion 2.0, MiFID II, die operative Widerstandsfähigkeit von Banken und Product Governance.
  • MSCI Trends
    Die Experten von MSCI haben auf einer Seite ihre ESG Trends für 2021 zusammengefasst. Professionalisierung des Themas Klimawandel, Hype und Skeptizismus bezüglich des ESG Investing Booms, Auseinandersetzung von Unternehmensemittenten mit ESG Themen, gestiegene soziale Ungleichheit durch COVID-19 und die globale Biodiversitätskrise stehen für MSCI auf der Agenda.

VERÖFFENTLICHUNGEN

Jüngst erschienen sind folgende relevante Veröffentlichungen, von denen Sie die meisten  – nach Registrierung/Login –  auch in der VfU Mediathek finden, bewerten, kommentieren und teilen können:

Alignment / Net Zero

  • Gruppe globaler Vermögensverwalter (Dezember 2020): Neue Initiative „Net Zero Asset Managers Initiative“
    Eine Gruppe von internationalen Vermögensverwaltern mit einem verwalteten Vermögen von über 9 Billionen US-Dollar hat die neue „Net Zero Asset Managers Initiative“ gegründeten. Ihre Mitglieder verpflichten sich, Investitionen zu unterstützen, die auf Netto-Null-Emissionen bis 2050 oder früher ausgerichtet sind. Die Umsetzung der Verpflichtung beinhaltet auch die Priorisierung der Erreichung von realwirtschaftlichen Emissionsreduktionen innerhalb der Sektoren und Unternehmen, in die die Vermögensverwalter investieren.
  • UNEP FI (September 2020): Aufsatz „Achieving Alignment in Finance“
    In diesem Aufsatz untersucht Ben Caldecott (University of Oxford), wie Finanzinstitutionen über das „bloße“ Klimarisikomanagement hinausgehen und eine tatsächliche Ausrichtung an den Klimazielen erreichen können. Dafür skizziert er seines Erachtens notwendige Schritte, um die Geschäftsstrategie eines Finanzinstituts an den Klimaergebnissen auszurichten. Darüber hinaus umfasst der Artikel auch eine Reihe weiterer Empfehlungen, die dazu beitragen würden, die Klimaausrichtung auf systemischer Ebene sicherzustellen.
  • UNEP FI (September 2020): Studie „Transformations Required for 1.5°C Alignment and Global Sustainability”
    Dennis Pamlin (Research Institutes of Sweden) erörtert in diesem Bericht die notwendigen Transformationen und die neuen Möglichkeiten der globalen Wirtschaft und des Finanzsektors, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen. Er argumentiert, dass der bisherige Fokus der Aktivitäten im Finanzsystem vor allem auf Transparenz und Risikominderung sowie einer verbesserten Datengrundlage und strengeren Kriterien lag. In einer sich schnell verändernden Welt sei jedoch die wichtigere Frage, wie der Finanzsektor konkrete Lösungen, die von der Gesellschaft für die Einhaltung der 1,5 Grad Ziele benötigt werden, unterstützen können.

Biodiversität

  • Responsible Investor Research & Credit Suisse (Januar 2021): Studie „Unearthing investor action on biodiversity“
    Basierend auf einer Befragung von 327 Vermögensbesitzern und Vermögensverwaltern aus 35 Ländern, untersucht diese Studie erstmals, in welchem Umfang sich Investoren praktisch mit dem Thema Biodiversität auseinandersetzen. Sie analysiert die Herausforderungen bei der Berücksichtigung von Biodiversität bei Investitionen und erörtert, wie diese Hindernisse angegangen werden können. Ihre Ergebnisse zeigen ein steigendes Interesse der Investoren an Biodiversität. Die meisten Befragten sind besorgt über den Verlust der biologischen Vielfalt. Zwar identifizieren aktuell noch weniger als 10% den Finanzsektor als einen der Top-3-Sektoren, der durch den Verlust der Biodiversität gefährdet ist. Aber mehr als die Hälfte der Befragten glaubt, dass Biodiversität bis 2030 eines der wichtigsten Themen in der Investment-Community sein wird. Entsprechend gibt eine Mehrheit der Befragten an, dass sie die Biodiversität in gewissem Maße berücksichtigen wollen. Jedoch spiegelt sich dies noch nicht in tatsächlichem Handeln wieder. 72% haben die Auswirkungen ihrer Investitionen auf die biologische Vielfalt nicht bewertet, 27% der Befragten befassen sich derzeit nicht mit Biodiversität und weniger als 10% haben derzeit messbare Ziele in Bezug auf die biologische Vielfalt. Im Ergebnis zeigt die Studie, dass sich Investoren offensichtlich schwer damit tun, Anlagemöglichkeiten in Bezug auf die biologische Vielfalt zu identifizieren und zu berücksichtigen. Biodiversität muss für sie leichter „verdaulich“ und messbar gemacht werden, damit ihre Bedenken in Investitionsmaßnahmen umgesetzt werden können.

CO2 Preis

  • Energiezukunft (Januar 2021): Artikel „Wird der CO2-Preis als Klimaschutz-Instrument überschätzt?“
    Für viele Experten und Politiker gilt die CO2-Bepreisung als wichtigstes politisches Instrument zur Erreichung von Klimazielen und Klimaneutralität. Laut einer aktuellen Studie von Wissenschaftlern des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS Potsdam) und der ETH Zürich könnte die tatsächliche Lenkungswirkung jedoch geringer sein als erhofft. Auch wenn die Bepreisung von CO2 in einigen Ländern zu sinkenden Treibhausgasemissionen geführt hat, blieb ein umfassender technologischer Wandel bisher aus.

Engagement

  • Döpfner, C., Gabriel, K., Ostmann, R., Schaefers, K., Utz, S., Vögele, G. (Hrsg.) (Dezember 2020): Buch „Nachhaltige Finanzen – Durch aktives Aktionärstum und Engagement Wandel bewirken“ (Paywall)
    Das jüngst von Personen aus dem Umfeld von CRIC herausgegebene Buch nähert sich dem Thema Engagement aus unterschiedlichen Blickwinkeln:  wissenschaftlich, historisch, konzeptionell und strategisch. Spezialisierte Organisationen kommen mit ihren Zugängen und Aktivitäten zu Wort und Praxisbeispiele aus Bereichen wie Existenzlohn und Klimawandel werden angeführt. Perspektivische Überlegungen zu Wandel, Wirkung und gelingenden Dialogen schließen den Sammelband ab.

Globale Risiken

  • World Economic Forum (Januar 2021) „The Global Risks Report 2021 16th Edition“
    Im jüngst vorgestellten Global Risks Report 2021 finden sich die Ergebnisse der WEF Umfrage unter Wirtschaftsführern zu ihrer Wahrnehmung globaler Risiken. Wie bereits im Vorjahr dominieren hier Umwelt/Klima-bezogene Risiken die Wahrnehmung der Befragten – bzgl. Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. Auswirkungen. Nicht ganz unerwartet haben jedoch „Globale Pandemien“ den Sprung auf die obersten Plätze geschafft. Der Bericht umfasst auch eine Analyse der wachsenden sozialen, wirtschaftlichen und industriellen Spaltungen, ihrer Zusammenhänge und ihrer Auswirkungen auf unsere Fähigkeit, die großen globalen Risiken zu bewältigen. Schließlich liefert der Bericht auch Vorschläge zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegenüber den angenommenen Risiken.

Investor Relations

  • Net-Fed & Sustainable Natives (Dezember 2020) Artikel: „Neuer IR-Standard ESG: Ready for Sustainable Investing?
    In einer gemeinsamen Studie untersuchen Net-Fed und Sustainable Natives die Investor Relations (IR) Websites aller DAX30-Unternehmen sowie die aktuellen Roadshow-, Analysten oder Quartalsberichtspräsentationen mit Blick auf ihre Versprechen zum Thema CSR/Nachhaltigkeit gegenüber Anlegern sowie auf die Ihre Umsetzung des Themas in der Praxis. Die Ergebnisse zeigen, dass bei den meisten Unternehmen werden auf den IR-Websites noch in den Roadshow-Unterlagen „ESG-Modell und Investment-Story zusammengebracht und für den Investor sinnvoll aufbereitet“ werden; und nur ein Bruchteil der größten deutschen Konzerne hat sich bisher mit dem Thema Nachhaltigkeit in der Finanzkommunikation strategisch auseinandergesetzt.

Klimarisiko-Analyse und -Management

  • Bingler, J.A.; Colesanti Senniand, C.; Monnin, P. (Dezember 2020) Studie: „Climate Financial Risks: Assessing Convergence, Exploring Diversity“
    Mit der Anerkennung von Klimarisiken als finanzielle Risiken durch Finanzmarktakteure rückt die Integration von Klimarisikokennzahlen in Risikomanagementprozesse in den Fokus. Entsprechend fragen sich Marktteilnehmer und Finanzbehörden, welche Messgrößen zur Erfassung von Klimarisiken verwendet werden können und inwieweit die Verwendung unterschiedlicher Messgrößen zu unterschiedlichen Ergebnissen führt. In diesem Diskussionspapier untersuchen Autoren der ETH Zürich die Konvergenz der Einschätzungen von klimabezogenen Transformationsrisiken durch verschiedene Anbieter von Metriken auf Basis des EZB-Portfolios von Unternehmensanleihen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Risikobewertungen der Unternehmen über die verschiedenen Metriken hinweg ziemlich heterogen sind. Jedoch konvergieren sie mit Blick auf die Unternehmen, die am stärksten bzw. am wenigsten stark Transitionsrisiken ausgesetzt sind. Auch liefern Anbieter, die ähnliche Methoden verwenden, tendenziell konvergentere Bewertungen. Finanzmarktakteure können und sollten deshalb verfügbare Metriken nutzen, um Klimarisiken besser in das Risikomanagement und die Finanzaufsicht zu integrieren.

Klima-(Selbst-)Verpflichtungen

  • 2° investing initiative (Dezember 2020): Bericht „On the road to Paris? A review of financial institutions climate-related commitments“
    Der Bericht der 2° investing initiative (2°ii) steht im Zusammenhang mit dem kürzlich von Finance for Tomorrow ins Leben gerufenen „Sustainable Finance Observatory“, das klimabezogene Verpflichtungen von Finanzinstitutionen untersucht. Daffür entwickelte 2°ii ein evidenzbasiertes Rahmenwerk, um zu bewerten, inwieweit die Zusagen von Finanzinstitutionen zum Klimaschutz beitragen können. Die Untersuchung zeigt, dass es vor allem darauf ankommt, welche Maßnahmen den Zusagen zugrunde liegen und wie sie umgesetzt werden. Das bedeutet, dass klimabezogene Zusagen von einer Analyse der ihnen zugrunde liegenden Maßnahmen begleitet werden sollten, um die Transparenz über ihre Wirksamkeitschancen zu erhöhen, und einen klaren Umsetzungsplan enthalten sollten, der darlegt, wie diese Maßnahmen zum Klimaschutz beitragen. Hierzu gibt 2°ii im Bericht weiterführende Empfehlungen.
  • Blackrock (Januar 2021): Mitteilung „Larry Fink’s 2021 letter to CEOs“
    Larry Fink, CEO von Blackrock, gab in seinem jüngst veröffentlichten „Jahres-Brief an CEOs“ für BlackRock neue Verpflichtungen zum Thema Klima bekannt und forderte alle Unternehmen auf, „Net-Zero“-kompatible Geschäftspläne zu verabschieden. Während der Brief insgesamt tendenziell positiv aufgenommen wurde, gab es auch einige Kritik daran. So hat BlackRock beispielsweise keine Angaben dazu gemacht, was es in Bezug auf Fossilkraftstoff-Unternehmen als akzeptabel erachtet. Entsprechend kommentiert das „BlackRock’s Big Problem“ Netzwerk, eine Koalition von Umwelt-, Investoren- und Basisorganisationen, in einer Stellungnahme: „Während die heutigen Briefe einige Schritte in die richtige Richtung für den Finanzgiganten andeuten, bleiben sie hinter der visionären finanziellen Führung zurück, die notwendig ist, um dem Ausmaß und der Dringlichkeit der Klimakrise zu begegnen.“

Nachhaltige Anlagen

  • Globalance (November 2020): Neues Anleger-Tool „Globalance World – Ein digitaler Atlas für Anlagen um in eine positive Zukunft zu investieren
    Die Globalance Bank, einer der Pioniere für nachhaltiges Investieren, bietet Anlegern und Interessierten mit dem „Globalance World“ Tool einen digitalen und interaktiven Globus für nachhaltige Investments. Damit lässt sich die Zukunftsorientierung und Nachhaltigkeit von derzeit über 6.000 börsennotierten Unternehmen und ausgewählten Aktienindizes im Hinblick auf ESG, Klimawandel und Megatrends zu analysieren und zu bewerten. Nutzer können herausfinden, welchen Klimapfad ihre Investments verfolgen, in welche Megatrends ihr Vermögen investiert ist und in welchen Ländern ihre Investments einen positiven oder negativen Fußabdruck haben. Sie können Aktien, Portfolios und Indizes anhand von Kriterien wie CO2-Emissionen, Erderwärmung im Vergleich zum Klimaziel von 2 Grad Celsius Temperaturanstieg, aktuellen Megatrends und anderen zukunftsorientierten Parametern bewertet werden. Die Auswertungen basieren auf Rohdaten und Analysen von anerkannten Datenanbietern wie Carbon Delta, MSCI, Morningstar oder Factset, die von Globalance kombiniert und mit einer eigenen Methodik ergänzt werden.

Nachhaltige Entwicklung

  • SolAbility (November 2020): Studie „The Global Sustainable Competitiveness Index (GSCI)
    Der Global Sustainable Competitiveness Index (GSCI) misst die Wettbewerbsfähigkeit von Ländern anhand von 127 quantitativen Indikatoren zu 5 Sub-Indizes: Naturkapital, Ressourceneffizienz und -intensität, intellektuelles Kapital, Governance-Effizienz und sozialer Zusammenhalt. In seiner nun erschienen 9. Auflage schneiden die skandinavischen Länder und die Schweiz, wie bereits früher, besonders gut ab. Insgesamt scheinen die weltweiten Trends mit Blick auf Sozialen Zusammenhalt, Intellektuelles Kapital und Governance-Effizienz überwiegenden positiv sind, mit Blick auf Naturkapital jedoch überwiegend negativ. Deutliche Defizite gibt es insbesondere in puncto Ressourceneffizienz, Umweltmanagement und Naturschutz. Vor diesem Hintergrund kritisieren die Autoren u.a., dass konventionelle Kreditratings die fundamentalen, die Zukunft prägenden Trends nicht ausreichend beachten und deshalb z.B. Anleihen von Industrieländern im Vergleich zu denen vieler Entwicklungsländer als zu gut einstufen.
  • Sustainable Development Solutions (Dezember 2020): Bereicht „Europe Sustainable Development Report 2020 Meeting the Sustainable Development Goals in the face of the COVID-19 pandemic“
    Das Sustainable Development Solutions Network (SDSN) und das Institute for European Environmental Policy (IEEP) veröffentlichten den 2020 Europe Sustainable Development Report, den zweiten unabhängigen quantitativen Bericht zum Fortschritt in bei der Erreichung der Ziele nachhaltiger Entwicklung (SDGs) in Europa. Einen wichtigen Schwerpunkt stellt dabei der Umgang mit der aktuellen Corona-Epedemie dar.

Nachhaltigkeitsberichtserstattung

  • EU Kommission (Dezember 2020): Initiative „Financial transparency – single EU access point for company information“
    Mit dieser Initiative plant die EU ein Handelsregister insbesondere für nachhaltigkeitsbezogene Informationen, die von Unternehmen veröffentlicht werden müssen (Jahresabschlüsse, Daten zur nachhaltigen Finanzierung usw.). Aufbauend auf dem Projekt „European financial transparency gateway“ wird die neue Initiative einen einzigen EU-Zugangspunkt zu finanziellen und nicht-finanziellen Unternehmensinformationen einrichten. Webportale oder andere Mittel werden Investoren einen schnellen und einfachen Zugang ermöglichen, ohne die Unternehmen übermäßig zu belasten. Einige Daten werden in maschinenlesbarem Format verfügbar sein, was den Nutzern die Suche und den Vergleich von Daten erleichtert.
  • Eccles, R. (in Forbes) (Januar 2021): Artikel „2020: The Year The Narrative Changed For Sustainability Reporting“
    In diesem Forbes-Artikel skizziert Prof. Robert Eccles (ehem. Harvard, jetzt Oxford) zentrale Entwicklungen mit Blick auf die (integrierte) Nachhaltigkeits-Berichterstattung und der entsprechenden Standard-setzenden Organisationen. Drauf aufbauend argumentiert er, dass insbesondere seit 2020 eine breite Anerkennung in der Investment-, Geschäfts-, Rechnungslegungs-, Regulierungs- und Nachhaltigkeitsberichterstattungsgemeinschaft besteht, dass die Zeit für verbindliche Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung gekommen ist, so wie es für die Finanzberichterstattung bereits seit Langem der Fall ist.
  • KPMG (December 2020): Studie The KPMG Survey of Sustainability Reporting 2020 – The time has come“
    Die 11. Ausgabe des KPMG Survey of Sustainability Reporting untersucht die Nachhaltigkeitsberichterstattung von 5.200 Unternehmen aus 52 Ländern. Die Studie gibt einen detaillierten Einblick in die weltweiten Trends in der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Damit bietet sie wichtige Erkenntnisse für Unternehmensleiter, Vorstände und Nachhaltigkeitsexperten, aber auch für Investoren, Vermögensverwalter und Rating-Agenturen, die ESG-Informationen) in ihre Bewertung von Unternehmensleistung und -risiko einbeziehen. In diesem Jahr konzentriert sich die Umfrage auf drei zentrale Aspekte der Nachhaltigkeitsberichterstattung: zu Risiken des Biodiversitätsverlustes, zu klimabezogene Risiken und zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Wie die Studie zeigt, gibt es hier noch deutliches Verbesserungspotential. Nur bei knapp einem Viertel der Berichte finden sich Hinweise auf die o.g. Themen bzw. Risiken.

Nachhaltigkeits-Ratings

  • EU Kommission (Januar 2021): Studie „Sustainability-Related Ratings, Data and Research“
    Das Wachstum der globalen Vermögenswerte, die nachhaltigen Strategien gewidmet sind, wird sich voraussichtlich in den nächsten zehn Jahren fortsetzen. Eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung nachhaltiger Anlagestrategien ist der Zugang zu hochwertigen nachhaltigkeitsbezogenen Daten, Ratings und Research. Vor diesem Hintergrund beschreibt diese Studie, basierend auf einer Kombination aus Desk Research und Interviews mit verschiedenen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette, den Stand des Marktes für nachhaltigkeitsbezogene Produkte und Dienstleistungen. Sie erstellt eine Bestandsaufnahme und Klassifizierung der Marktakteure sowie der im Markt verfügbaren Nachhaltigkeitsprodukte und -dienstleistungen und analysiert die Nutzung und Qualität nachhaltigkeitsbezogener Produkte und Dienstleistungen durch die Marktteilnehmer. Darüber hinaus untersucht sie, wie die Verlässlichkeit und Qualität der Bewertung von nachhaltigkeitsbezogenen Daten, Ratings und Recherchen durch Drittanbieter verbessert werden kann und gibt Empfehlungen zur Stimulierung der Nachfrage und Verbesserung der Qualität des Angebots.

Nachhaltigkeits-Taxonomie

  • Offener Brief von 123 Wissenschaftlern an die EU Kommission (Dezember 2020): How will the European Union’s Green Deal protect our future if its definitions of Greenness are not aligned with its ownambition ofnet zero greenhouse gases by 2050?
    In einem offenen Brief an die Kommission kritisieren 123 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 27 Ländern, dass die Entwürfe der Delegierten Rechtsakte zur EU Nachhaltigkeits-Taxonomie von den ursprünglichen Empfehlungen der TEG (Kriterien zur CO2-Intensität von grünen Aktivitäten über den Zeitverlauf kontinuierlich zu verschärfen) abweichen und nicht mit dem Ziel der EU vereinbar seien, bis 2050 „netto null“ Treibhausgasemissionen zu erreichen. Eine genaue Unterscheidung von grünen sowie Tätigkeiten mit geringen oder negativen Umweltauswirkungen und die weitere Konkretisierung der Schwellenwerte über den Zeitverlauf in Richtung „netto null“ Treibhausgasemissionen bis 2050 sei ein entscheidendes politisches Instrument zur Sicherung der Zukunft, indem es Investoren, Vermögensverwaltern, Privatanlegerinnen und Privatanlegern sowie der öffentlichen Hand bei der Entscheidungsfindung helfe, heißt es in dem Schreiben.
  • Stellungnahme von 131 zivilgesellschaftliche Organisationen (Dezember 2020): „Ten Priorities for the Climate TaxonomyDraft Delegated Act
    Nach der Veröffentlichung der Entwürfe der Delegierten Rechtsakte zur EU-Nachhaltigkeitstaxonomie hat eine große Koalition aus 131 NGOs, Think-Tanks, Experten, Wissenschaftlern, Aktionärsverbänden und Vereinigungen für nachhaltiges Investment, Prioritäten für eine Taxonomie formuliert, die noch stärker als bislang auf Klima- und Umweltwissenschaften basieren und nicht von sektoralen Interessen geleitet werden sollen. Dafür skizziert die Gruppe die zehn wichtigsten Bereiche, die überarbeitet werden müssen, um eine Taxonomie zu erstellen, die wissenschaftlich fundiert ist, vollständig nachhaltige wirtschaftliche Aktivitäten unterstützt, den Wechsel von nicht-nachhaltigen zu nachhaltigen Aktivitäten beschleunigt und das Risiko von Greenwashing wirklich reduziert. Darüber hinaus unterstützt die Gruppe Forderungen nach einer Taxonomie für nicht-nachhaltige Aktivitäten.
  • Confinpro & VÖB Service (2021): Studie „EU-Taxonomie: Regeln für die grüne Zukunft – Wie die deutschen Banken die EU-Nachhaltigkeitsvorgaben umsetzen wollen
    Für diese von Confinpro und VÖB Service durchgeführte Studie wurden 158 Experten von deutschen Finanzdienstleistern zu den Zielen der EU und den Konsequenzen der Taxonomie befragt. Die Antworten weisen auf zahlreiche Herausforderungen hin, fallen tendenziell aber positiv aus: Rund sechs von zehn Instituten beschäftigen sich bereits intensiv mit der neuen EU-Taxonomie oder berücksichtigen das Thema in ihrer Strategie und rund ein Drittel der Institute beginnen sich damit zu befassen. Viele Unternehmen erkennen, dass die Umsetzung der Pläne weit mehr als nur einem Imagegewinn dient. Neue Kundengruppen können erschlossen und innovative Finanzprodukte entwickelt werden. Dabei spielt die Unternehmenskultur nach Ansicht von über zwei Dritteln der Befragten eine immer wichtigere Rolle für die erfolgreiche Umsetzung der neuen Anforderungen.
  • EBF & UNEP FI (Januar 2021): Studie „Testing the application of the EU Taxonomy to core banking products: High level recommendations
    In diesem gemeinsamen Bericht der Europäischen Bankenvereinigung (EBF) und der Finanzinitiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP FI) wird zum ersten Mal bewertet, wie die EU-Taxonomie auf Kernbankprodukte angewendet werden kann.
    Er ist das Ergebnis einer einjährigen Zusammenarbeit zwischen 26 Großbanken, acht Bankenverbänden und fünf beobachtenden Organisationen. Basierend auf den Erkenntnissen aus Fallstudien im Firmenkundengeschäft, bei der Kreditvergabe an KMU und Privatkunden sowie bei anderen Produkten zeigt er die Vorteile und Herausforderungen der Anwendung der EU-Taxonomie auf. Darüber hinaus skizziert er konkrete Schritte und Prinzipien für die praktische Anwendung der Taxonomie-Verordnung und bietet acht Empfehlungen für Regulierungsbehörden und Gesetzgeber, Eigentümer von Standards und Rahmenwerken, Labels und Zertifizierungssystemen sowie die Banken selbst, um die Operationalisierung der EU-Taxonomie für ihre Anwendung auf Bankprodukte zu erleichtern und zu verbessern.
  • Euractiv (Januar 2021): Nachrichtliche Meldung Brussels postponed green finance rules after 10 EU states wielded veto“
    Wie Euractiv berichtet, sieht sich die Europäische Kommission gezwungen, die Veröffentlichung der detaillierten Durchführungsbestimmungen (delegierte Rechtsakte) für die EU-Taxonomie für nachhaltige Finanzen zu verschieben. Grund seien die Vielzahl von eingegangenen Kommentaren zu den Konsultations-Entwürfen (die Konsultation endete am 18.12.2020) sowie eine drohende Blockade seitens der östlichen und südlichen EU-Mitgliedsstaaten. Infolgedessen verzögert sich der ursprünglich für Anfang Januar geplante Vorschlag, ohne dass es einen klaren Hinweis darauf gibt, wann er herauskommen wird.
  • Reclaim Finance (Dezember 2020): Studie „In the shadows – Who is opposing the EU taxonomy for polluting activities“
    Die NGO Reclaim Finance untersucht in ihrer jüngst erschienene Studie die Antworten aus der Konsultation zu Überarbeitung der Sustainable Finance Strategie mit Fokus auf die von verschiedenen Seiten (s.o.) geforderte Taxonomie für nicht-nachhaltige Aktivitäten. Die Ergebnisse zeigen, dass der Finanzsektor hier gespalten ist. Rund 55% (203, davon rund 42% aus dem Finanzsektor) derer, die sich an der Konsultation beteiligt und zu diesem Thema geäußert hatten, sprachen sich für eine solche Taxonomie für nicht-nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten aus, aber 45 % (169, davon knapp die Hälfte aus dem Finanzsektor) dagegen.

Negativ-Emissionen

  • KfW (Dezember 2020): Kurz-Information „Negativemissionen – Ein Plus für den Klimawandel“
    Die KfW stellt in diesem One Pager kurz das Potential von „Negativ Emissionen“ vor und wie das Konzept umsetzbar sein könnte. Denn, um das 2°C-Ziel von Paris zu erreichen, dürfen weltweit noch rund 800 Mrd. Tonnen CO2 emittiert werden. Bei den derzeitigen Emissionen entspricht das einem Zeitraum von 20 Jahren, für das 1,5°C-Ziel wäre das Budget sogar bereits in weniger als zehn Jahren erschöpft. Beinahe alle Modellszenarien legen in diesem Zusammenhang großen Wert auf Negativemissionen. Nicht nur sind sie notwendig, um eine vollständige Klimaneutralität zu erreichen, da es immer Bereiche geben wird, die weiterhin Treibhausgase emittieren werden, sondern sie ermöglichen es auch, den CO2-Kredit, den die Erde bereitgestellt hat, zurückzuzahlen und die Klimaerwärmung in den Griff zu bekommen.

Science Based Targets

  • SBTi (Januar 2021): Bericht „FROM AMBITION TO IMPACT – SBTi progress report 2020
    Es bleiben nur noch 10 Jahre, um die globalen Emissionen zu halbieren, und die Regierungen stehen im Rampenlicht, um ihre Klimazusagen im Vorfeld der COP26 in Glasgow zu erhöhen. Unternehmen müssen eine entscheidende Rolle dabei spielen, die Ambitionen der Regierungen voranzutreiben und die Emissionen zu reduzieren, um einen irreversiblen und katastrophalen Klimawandel zu vermeiden.
    Fünf Jahre nach dem Start der Science Based Targets-Initiative (SBTi) und dem Pariser Abkommen von 2015 hat sich der Ehrgeiz der Unternehmen beim Klimaschutz stark erhöht, wobei die SBTi-Unternehmen eine Vorreiterrolle spielen. In diesem Bericht werde die Fortschritte und Ergebnisse aus dem Jahr 2020 zusammengefasst.

TCFD

  • TCFD (2020) Arbeitsgruppe und Konsultation: „Forward-Looking Financial Sector Metrics Consultation“
    Als Reaktion auf das wachsende Interesse und neue Offenlegungspraktiken von mehreren großen institutionellen Anlegern, bildete die Task Force on Climate Related Financial Disclosures (TCFD) eine Arbeitsgruppe, um die Vorteile und Herausforderungen der Offenlegung von “Temperature Alignment” Kennzahlen und anderer zukunftsorientierter klimabezogener Messgrößen zu prüfen. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sprachen mit mehreren Anbietern von Methoden und institutionellen Investoren, die zukunftsorientierte klimabezogene Kennzahlen offenlegen, um ein besseres Verständnis der verfügbaren Kennzahlen und der potenziellen Vorteile und Herausforderungen einer Offenlegung zu erlangen. Schließlich entwickelte die Arbeitsgruppe eine Reihe von Fragen für die öffentliche Konsultation (bis zum 27.1.2021), um sicherzustellen, dass ein breites Spektrum von Perspektiven in die zukünftige Arbeit der Task Force einfließt. Die Task Force wird die Antworten auf die Konsultation berücksichtigen, um zu entscheiden, ob weitere TCFD-Leitlinien für den Finanzsektor zu zukunftsgerichteten Metriken erforderlich sind.

Versicherungen

  • EIOPA (Dezember 2021): Bericht  „Sensitivity analysis of climate-change related transition risks: EIOPA’s first assessment“
    Der jüngstge EIOPA Bericht untersucht aktuelle Anlage-Bestände bei Versicherungen an Unternehmensanleihen und -aktien, die mit klimapolitisch relevanten Schlüsselsektoren wie der Förderung fossiler Brennstoffe, kohlenstoffintensiven Industrien, der Fahrzeugproduktion und dem Energiesektor in Verbindung gebracht werden können. Er quantifiziert auch potenzielle klimawandelbedingte Übergangsrisiken und präsentiert Einblicke in mögliche Auswirkungen auf diese Investitionen, wenn sich die Volkswirtschaften von der von fossilen Brennstoffen abhängigen Energieerzeugung und kohlenstoffintensiven Produktion abwenden. Während der Bericht eine erste Einschätzung darstellt, die als Grundlage für zukünftige Arbeiten in diesem relativ neuen Bereich dienen soll, zeigen die Ergebnisse dennoch, dass die Verluste bei Aktieninvestitionen im kohlenstoffintensiven Sektor hoch sein können, insbesondere durch Investitionen in die Förderung fossiler Brennstoffe. Während die Gesamtauswirkungen auf die Bilanzen des Versicherungssektors sowohl durch Investitionen in erneuerbare Energien als auch durch die Tatsache, dass die Portfolios der Versicherer im Allgemeinen gut diversifiziert sind, ausgeglichen werden, arbeitet EIOPA mit den nationalen Aufsichtsbehörden zusammen und erwartet von den Versicherern, dass sie die identifizierten Risiken weiterverfolgen.
  • GDV (Januar 2021) Pressemitteilung „Kli­ma­neu­trale Kapi­tal­an­lage bis 2050 – Ver­si­che­rer ver­ab­schie­den Nach­hal­tig­keits­ziele“
    Laut einer aktuellen Pressemeldung des GDV (Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft), hat sein Präsidium ein Positionspapier verabschiedet, mit dem sich die Assekuranz zum nachhaltigen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft verpflichtet. Die Beschlüsse orientieren sich an den SDGs und seien weitreichend. So will die deutsche Versicherungswirtschaft mit Kapitalanlagen von 1.700 Milliarden Euro das Geld ihrer Kunden bis spätestens zum Jahr 2050 klimaneutral anlegen. Die Bürogebäude und Infrastruktur sollen bereits bis 2025 CO2-neutral ausgerichtet sein. Langfristig wollen die Versicherer keine gewerblichen und industriellen Risiken mehr zeichnen, die den Transformationsprozess zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Wirtschaft negieren (dazu auch ein Artikel in der FAZ: „Versicherer wollen schnell klimaneutral werden).

Zentralbanken

  • NGFS – Network for Greening the Financial System (Dezember 2020): Fortschrittsbericht “Implementation of sustainable and responsible investment practices in central banks’ portfolio management
    Der neue NGFS Bericht zum Anlageverhalten von Zentralbanken stellt eine Fortsetzung des vom NGFS in 2019 veröffentlichten Leitfadens dar und basiert auf einer gezielten Umfrage unter 40 NGFS-Mitgliedern weltweit. Er zeigt, dass immer mehr von Ihnen Schritte zur Integration nachhaltiger und verantwortungsbewusster Anlagepraktiken (SRI) in einem oder mehreren ihrer Portfolios unternommen haben oder dies planen. Weiterhin zeigt er, dass das Bewusstsein für Reputationsrisiken und der Wunsch, mit gutem Beispiel voranzugehen, nach wie vor die Hauptmotivationen für die Einführung von SRI durch Zentralbanken sind. Ähnlich wie im letzten Jahr schließt der Bericht mit Fallstudien von Erfahrungen von NGFS-Mitgliedern ab.
  • NGFS – Network for Greening the Financial System (Dezember 2020): Umfrage
    Monetary policy operations and climate change: key lessons for further analyses

    Mit diesem Bericht veröffentlichte die NGFS die Ergebnisse einer breit angelegten Analyse der Zusammenhänge zwischen dem Klimawandel und den geldpolitischen Handlungsrahmen der Zentralbanken. Diese Untersuchung baut auf dem Bericht über erste Erkenntnisse zu Geldpolitik und Klimawandel auf, der im Juni 2020 veröffentlicht wurde. Als Teil dieser Untersuchung hat die NGFS eine Umfrage unter ihren Mitgliedern durchgeführt, um den Grad der Vorbereitung der Zentralbanken auf klimabedingte Risiken in ihren geldpolitischen Operationen zu bewerten. Das Ergebnis wird in diesem Dokument vorgestellt: Insgesamt bestätigt es ein zunehmendes und gemeinsames Bewusstsein für klimabedingte Risiken unter den Zentralbanken, auch wenn bisher nur wenige konkrete Maßnahmen ergriffen wurden.

VERANSTALTUNGEN

 

VfU Veranstaltungen

 

Bisher terminierte Veranstaltungen (weitere folgen demnächst):

Weitere Informationen zu diesen und zukünftigen VfU Veranstaltungen finden Sie unter der entsprechenden Rubrik auf der VfU Homepage.

Veranstaltungen Dritter

  • Vorstellung des econsense-Diskussionspapiers: “Menschenrechte messbar machen – Eine umfassende Zusammenstellung quantitativer Menschenrechtsindikatoren für Unternehmen”
  • EBS Kompaktstudium Sustainable & Responsible Investment
  • Impact Festival 2021
  • 29.-30.09.2021 | VÖB-Service-Kongress 20.21

Aktuelle Informationen zu kommenden Veranstaltungen Dritter finden Sie auch unter der entsprechenden Rubrik auf der VfU Homepage.

SONSTIGES

Digitales Goldilocks Magazin über Sustainable Finance

In der Ausgabe 9 des digitalen Magazin „Goldilocks“ geht es diesmal vollständig um Sustainable Finance. Vielleicht lohnt sich ein Blick für den ein oder anderen. Hier gehts zum Magazin.

In eigener Sache

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