Newsletter „Sustainable Finance Kompakt“ 06/2021

Liebe Mitglieder und Freunde des VfU,

anbei erhalten Sie den VfU Newsletter „Sustainable Finance Kompakt“ für den Monat Juni 2021.
 
Er bietet Ihnen Hinweise auf aktuelle Aktivitäten und Initiativen, neue Publikationen sowie interessante Veranstaltungen im Kontext von Sustainable Finance – aus

  • der VfU Geschäftsstelle,
  • den VfU Mitgliedsunternehmen,
  • dem VfU Netzwerk und/oder
  • dem weiteren Umfeld (Politik, Aufsicht, Wissenschaft, Zivil-Gesellschaft etc.).

Wenn Sie zukünftig über unseren Newsletter entsprechende Hinweise zu den o.g. Themen mit der Community teilen wollen, senden Sie uns diese gerne zu, an: info@vfu.de.

Frühere Ausgaben unseres Newsletters finden Sie im Newsletter-Archiv.

Beste Grüße und bleiben Sie gesund,
Ihr VfU Team – Martin Hillenbrand, Henrik Ohlsen und Sven Remer

🚀 AKTIVITÄTEN & INITIATIVEN

Aus der VfU-Geschäftsstelle

  • Übersicht über Nachhaltigkeits-/CSR-Reporting Tools
    Die VfU Geschäftsstelle hat eine Umfrage unter Nachhaltigkeits-/CSR-Reporting Tool Herstellen durchgeführt und die Ergebnisse in einem Bericht für VfU Mitglieder zusammengefasst. Der Bericht wird im Rahmen des VfU Aktuell Calls am 30.06.2021 vorgestellt.

Von VfU Mitgliedsunternehmen

  • Christian Sewing, Deutsche Bank (Juni 2021): Beitrag zum Euro Finance Summit „ESG-Finanzprodukte sind unerlässlich
    Einer Meldung des Bankenbriefs zufolge, machte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Christian Sewing, in einem Beitrag zum Frankfurter Euro Finance Summit 2021 deutlich, dass das Angebot nachhaltiger Finanzprodukte das „Gebot der Stunde“ sei. Dabei sei die Rentabilität von ESG-Finanzprodukten zunächst zweitrangig. „Es geht nicht darum, wie viel Umsatz mit ihnen generiert wird, sondern wie viele Umsätze wegbrechen, wenn man sie nicht anbietet.“ 
  • NRW.Bank (Juni 2021): Pressemitteilung „Hohe Nachfrage nach vierter Sozialanleihe

      Im Juni hat die NRW.BANK ihre vierte Sozialanleihe seit 2020 platziert. Der NRW.BANK.Social Bond mit einem Volumen von einer halben Milliarde Euro und einer Laufzeit von 20 Jahren wurde knapp zweifach überzeichnet. Das Social Bond Programm der NRW.BANK folgt dem Pool-to-Bond-Ansatz. Der Assetpool besteht aus Darlehen, die in den Jahren 2018 bis 2020 ausgezahlt wurden. Adressiert werden die UN SDGs (1) Keine Armut, (4) Hochwertige Bildung, (8) Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, (10) Weniger Ungleichheiten sowie (11) Nachhaltige Städte und Gemeinden. ISS ESG bestätigt in seiner second party opinion (SPO) den sozialen Nutzen der angestoßenen Projekte.

      🗞️ OFFENE KONSULTATIONEN

      📅  VERANSTALTUNGEN

      VfU Veranstaltungen

      Bisher terminierte Veranstaltungen (weitere folgen demnächst):
      Weitere Informationen zu diesen und zukünftigen VfU Veranstaltungen, sowie die Möglichkeit Veranstaltungen in Ihren Kalender zu importieren, finden Sie unter der entsprechenden Rubrik auf der VfU Homepage.

      Veranstaltungen Dritter

      Aktuelle Informationen zu kommenden Veranstaltungen Dritter finden Sie auch unter der entsprechenden Rubrik auf der VfU Homepage.

      📚 VERÖFFENTLICHUNGEN

      Jüngst erschienen sind folgende relevante Veröffentlichungen, von denen Sie die meisten  – nach Registrierung/Login –  auch in der VfU Mediathek finden, bewerten, kommentieren und teilen können: 

      Bankenrating

      • WWF Schweiz & PwC (Mai 2021): Bericht „Nachhaltigkeit im Schweizer Retailbanking – Rating des Schweizer Retailbankings 2020/2021
        2020/2021 hat der WWF Schweiz, in Zusammenarbeit mit PwC, erneut (nach 2017) die 15 größten Retail-Banken in der Schweiz analysiert, um die Entwicklungen in der Branche zu verfolgen – mit Fokus auf die Bereiche Sparen, Anlegen, Vorsorgen, Kredite und Finanzierungen sowie Unternehmensführung. Die Studie zeigt einige Fortschritte seit dem vorangegangenen Ranking. So werden sieben Institute als „zeitgemäß“ („auf Kurs“ hinsichtlich des vom WWF verlangten Entwicklungspfades für Retailbanken) eingestuft. Jedoch gilt nach wie vor keines der untersuchten Institute als „richtungsweisend“ oder „visionär“. Eine Zusammenfassung der Studie findet sich hier.

      Berichterstattung & Offenlegung

      • Euractive (Juni 2021): Artikel „G7 agree on ‘historic steps’ to make climate reporting mandatory
        Das jüngste G7 Treffen resultierte u.a. in der historischen Vereinbarung, dass eine Klimaberichterstattung in Übereinstimmung mit den Empfehlungen der Taskforce on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) vorgeschrieben werden soll.
        Lesenswert in diesem Zusammenhang ist auch ein kurzer Artikel von Mary Shapiro, der TCFD Generalsekretärin, sowie ein weiterer Artikel von Thomas O’Neill, von Universal Owner, der argumentiert, dass die angenommene Verbindung zwischen TCFD-Offenlegung und Unternehmensveränderung fehlerhaft sei und Investoren ihre Offenlegungs-Forderungen an Unternehmen überdenken sollten. 
      • GRI (Mai 2021): Bericht „The double-materiality concept Application and issues
        Ein von der Global Reporting Initiative (GRI) in Auftrag gegebene Whitepaper untersucht, wie die doppelte Materialität in der Nachhaltigkeitsberichterstattung umgesetzt wird und welche Vorteile und Herausforderungen damit verbunden sind. Die Studie zeigt u.a., dass die Identifizierung von finanziell wesentlichen Faktoren unvollständig bleibt, wenn nicht zuerst die wesentlichen Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung identifiziert werden.
        In diesem Zusammenhang sei auch auf einen Responsible Invesor Artikel von Jon Lukomnik and Jim Hawley (Autoren des jüngst erschienen Buches „Moving Beyond Modern Portfolio Theory: Investing That Matters„) hingewiesen, die argumentieren, dass die systemischen Risiken der Nachhaltigkeit in die Moderne Portfoliotheorie aufgenommen werden müssen. 
      • SSF (Juni 2021): Publikation „SSF-Empfehlungen zur Berichterstattung über ESG-Transparenz von Portfolios“
        Swiss Sustainable Finance (SSF) hat jüngst seine neuen „SSF Reporting Recommendations on Portfolio ESG Transparency“ vorgestellt. Sie enthalten konkrete Richtlinien zur Förderung der Transparenz und zur Dokumentation von ESG-Fortschritten auf Portfolioebene – eine Premiere für den Schweizer Finanzplatz.

      Biodiversität

      • AXA IM (Juni 2021): Unternehmens-Leitlinie „Ecosystem Protection & Deforestation Policy
        In Anerkennung der Tatsache, dass die Abholzung von Wäldern vielfältige wirtschaftliche, ökologische und soziale Herausforderungen mit sich bringt – darunter den Verlust der biologischen Vielfalt, steigende Treibhausgasemissionen und nicht-nachhaltige Landnutzung – will sich AXA IM mit einer neuen Unternehmensleitlinie gegen die Abholzung und die Umwandlung natürlicher Ökosysteme sowie für die Wiederherstellung von Wäldern einsetzen. Die Policy umfasst sowohl Ausschlusskriterien, als auch einen Engagement-Ansatz. 
      • BSI (Juni 2021): Artikel „First standard for natural capital accounting
        Die British Standards Institution (BSI) veröffentlichtet den ersten Standard für Naturkapitalbilanzierung. Er bietet Spezifikationen und Anleitungen für den Prozess der Erstellung von Naturkapitalkonten – in Form einer Naturkapitalbilanz (die die Abhängigkeit der Organisation von den Naturkapitalwerten zeigt) und einer Naturkapital-Gewinn- und Verlustrechnung (die die positiven und negativen Auswirkungen der Organisation zeigt). 
      • Natural Capital Finance Alliance (Mai 2011):  Mitteilung „Cutting-edge Biodiversity Module now available
        Das von der Natural Capital Finance Alliance (NCFA) entwickelte ENCORCE Tool wurde jüngst um ein Biodiversitätsmodul erweitert. Mit Fokus auf die Sektoren Bergbau und Landwirtschaft ermöglicht es Banken und Investoren nun, zu untersuchen, inwieweit ihr Finanzportfolio das Risiko des Artensterbens und die ökologische Integrität beeinflusst. Außerdem enthält das Tool eine Anleitung zum Biodiversitäts-orientiertem Engagement für Finanzinstitute. 
      • NGFS (Juni 2021): Bericht „Biodiversity and financial stability: exploring the case for action
        Das Network for Greening the Financial System (NGFS) und das International Network for Sustainable Financial Policy Insights, Research, and Exchange (INSPIRE) haben eine gemeinsame Studiengruppe gegründet, um die potenziellen Auswirkungen des Biodiversitätsverlusts auf die Finanzstabilität besser zu verstehen (zunächst ggf. mit Fokus auf Landnutzungsänderungen und Entwaldung). Die Gruppe soll  einen evidenzbasierten Ansatz für die Berücksichtigung des Verlustes von biologischer Vielfalt durch Zentralbanken und Aufsichtsbehörden entwickeln. Im vorliegenden Dokument werden die Beweggründe für die Arbeit der Studiengruppe, ihre anfängliche Agenda und ihr Forschungsschwerpunkt dargelegt. 
      • TNFD (Juni 2021): Bericht „Nature in Scope
        Anfang Juni fand die offizielle Auftaktveranstaltung der Task Force on Nature-related Financial Disclosures (TNFD) statt (s. dazu auch die Webinar Aufzeichnung „TNFD Global Launch Event„). Sie soll für Unternehmen einen Rahmen schaffen, um über naturbezogene Risiken zu berichten und diese angemessen in ihre Entscheidungen einzubeziehen. Der zu diesem Anlass veröffentlichte Bericht skizziert den geplanten Umfang sowie den Arbeits-, Kommunikations- und Ressourcenplan der TNFD. Ein weiterer Bericht umfasst Empfehlungen zum technischen Umfang für die TNFD.

      Fischfang

      • Planet Tracker (Juni 2021): Tool / Simulation „Blue Recovery Bond Dashboard
        Damit Investoren in der Praxis sehen können, wie ein Blue Bond dazu beitragen könnte, eine Erholung der Fischbestände auszulösen und höhere Renditen für Fischereiunternehmen zu erzielen, hat Planet Tracker ein einfaches interaktives Dashboard erstellt, auf dem die Nutzer die wichtigsten Modellierungsannahmen ändern können.
        Planet Tracker gewann außerdem jüngst den Environmental Finance Sustainable Investment Award 2021, insbesondere für ihre beiden innovativen Berichte “Can blue bonds finance a fish stock recovery?” und “Bonds for Ponds: green bonds can assist aquafeeds transition”.

      Klima-Risiken

      • Friends of the Earth France, Reclaim Finance and The Institut Rousseau (Juni 2021): Bericht „Fossil assets: the new subprimes?
        Diese Studie bewertet finanzklimatische Risiken für die größten Banken der Eurozone und unterstreicht die Notwendigkeit eines frühzeitigen Managements der fossilen Vermögenswerte, um die Umwelt und die Stabilität des Finanzsystems zu erhalten. So zeigt sie u.a., dass die 11 größten Banken im Euroraum über mehr als 530 Mrd. Euro an Vermögenswerten aus fossilen Brennstoffen verfügen, was 95 % ihres gesamten Eigenkapitals entspricht. Sollten fossile Vermögensanteile im Falle einer schnellen Energiewende – ähnlich wie 2008 bei den „Subprimes“ – 80% ihres Wertes verlieren, besäßen diese Banken der Studie zufolge kaum/nicht genug Eigenkapital, um ihre Verluste abzudecken. Deshalb fordern die Autoren ein politisches Eingreifen auf nationaler und europäischer Ebene. Eine deutschsprachige Pressemitteilung zur Studie von Urgewald hier.

      Kreislaufwirtschaft

      • Rat für Nachhaltige Entwicklung (Juni 2021): Bericht „Zirkuläres Wirtschaften, so wichtig wie Klimaschutz
        Der European Green Deal sieht vor, den Umbau hin zu zirkulärem Wirtschaften voranzutreiben. Aber noch fehlen in vielen Bereichen konkrete Ziele. Wo die Hindernisse und Chancen sind und was eine neue Bundesregierung tun muss, war Thema auf der RNE-Jahreskonferenz. Unter dem Link oben findet sich eine gute Zusammenfassung dieses Veranstaltungsteils.
        Mehr Informationen zur Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft finden sich auf der RNE Homepage

      Menschenrechte / Lieferketten Gesetz

      • Alan Turing Institute & Bingham Centre for the Rule of Law (Juni 2021): Bericht „Data for Investor Action on Modern Slavery: A Landscape Analysis
        In diesem Bericht wird, basierend auf umfangreichen Recherchen und zahlreichen Experteninterviews untersucht, welche Arten von Informationen Investoren suchen, um das Thema „Moderne Sklaverei“ in Investitionsentscheidungen einzubeziehen. Außerdem wird betrachtet, wie Daten genutzt werden, um den Informationsbedarf von Investoren zu befriedigen – dies sowohl im Hinblick auf die derzeit vorhandenen Ressourcen als auch auf mögliche Bemühungen zur Verbesserung der Datengrundlage zu moderner Sklaverei. 
      • Deutsche Bundesregierung (Juni 2021): Mitteilung „Bundestag verabschiedet das Lieferkettengesetz
        Der Bundestag hat den Gesetzentwurf der Bundesregierung über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten in der Fassung 19/30505 angenommen. Mit ihm sollen deutsche Unternehmen verpflichtet werden, ihrer globalen Verantwortung für die Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards besser nachzukommen. Sie soll sich künftig auf die gesamte Lieferkette erstrecken, abgestuft nach den Einflussmöglichkeiten. Auch mittelbare Zulieferer sollen einbezogen werden, sobald das Unternehmen von Menschenrechtsverletzungen auf dieser Ebene „substantiierte Kenntnis“ erhält. 
      • Ruggie, John (Juni 2001) Artikel „The human rights angle was crucial to the Dutch court ruling against Shell
        In diesem Artikel in Responsible Investor argumentiert John Ruggie (Harvard Professor und als UN-Sonderbeauftragter für die Entwicklung der Guiding Principles verantwortlich), dass Menschenrechtsaspekte entscheidend für das jüngst in den Niederlanden ergangene, richtungsweisende Gerichtsurteil gegen Shell gewesen seien, wonach Shell für die Reduktion seiner eigenen und seiner Scope 3 Emissionen mit dem Pariser Abkommen verantwortlich sei. 
      • UN-Arbeitsgruppe für Wirtschaft und Menschenrechte (Juni 2021): Projekt „Business and human rights: towards a decade of global implementation
        Im Zusammenhang mit dem zehnjährigen Jubiläum der Verabschiedung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs) durch den Menschenrechtsrat (s. dazu auch einen Überblicks-Artikel in Responsible Investor) führt die UN-Arbeitsgruppe für Wirtschaft und Menschenrechte ein Projekt durch, um den weiteren Kurs im Bereich Wirtschaft und Menschenrechte für das nächste Jahrzehnt festzulegen. Auf der Grundlage umfassender Konsultationen von Stakeholdern wird eine Bestandsaufnahme der bisherigen Erfolge vorgenommen, bestehende Lücken und Herausforderungen bewertet und eine Vision und ein Fahrplan für die Umsetzung der UNGPs bis zum Jahr 2030 entwickelt.

      Nachhaltige Investments

      • Swiss Sustainable Finance (Juni 2021): Artikel „Swiss Sustainable Investment Market Study 2021
        Wie die jüngst veröffentlichte Studie von Swiss Sustainable Finance (SSF), an der auch VfU Wissenschaftsbeirat Prof. Timo Busch mitgewirkt hat, zeigt, ist der Markt für nachhaltige Anlagen in der Schweiz 2020 erneut zweistellig gewachsen. Zugleich gewinnt das Konzept des Impact Investing  immer mehr an Bedeutung.
        Eine deutsche Zusammenfassung der Studie findet sich hier.

      Netto-Null / Net-Zero

      • CLICCS (Juni 2021): Studie „Hamburg Climate Futures Outlook
        Der Hamburger Exzellenzcluster Climate, Climatic Change, and Society (CLICCS) untersucht in seiner jüngst veröffentlichten Studie erstmals systematisch, inwieweit eine Klimazukunft mit Netto-Null Emissionen möglich und plausibel ist – sowohl technisch-ökonomisch, als auch mit Blick auf die notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen. Insgesamt kommt die Studie zu dem Fazit, dass eine vollständige Dekarbonisierung bis 2050 derzeit nicht plausibel scheint, da der gesellschaftliche Wandel hierfür erheblich ehrgeiziger ausfallen müsste. 
      • Europäischer Rat (Juni 2021): Mitteilung „Rat beschließt Europäisches Klimagesetz
        Nach dem Europäischen Parlament hat nun auch der Europäische Rat das europäische Klimagesetz in erster Lesung angenommen. Damit ist das Annahmeverfahren abgeschlossen und das Ziel einer klimaneutralen EU bis 2050 wird gesetzlich verankert. Neben dem Ziel der Klimaneutralität und dem Ziel der Union, nach 2050 negative Emissionen zu erreichen, wird im Europäischen Klimagesetz auch ein verbindliches Klimaziel der Union festgelegt, wonach die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 % im Vergleich zu 1990 gesenkt werden sollen. 
      • State Street Advisors (Juni 2021): Artikel „Bonds: An Action Plan for Net Zero
        Die meisten versierten Anleger haben inzwischen Net-Zero Ansätze für Aktienanlagen entwickelt, aber für Anleger in festverzinsliche Wertpapiere ist das entsprechende Vorgehen weniger klar. In diesem Artikel stellt State Street Global Advisors einen Aktionsplan für Fixed-Income-Investoren vor, der Klimabelange, Daten und Werte in Einklang bringt, um das Klimaprofil von Anleihenportfolios drastisch zu verbessern und gleichzeitig die finanzielle Performance zu erhalten. 
      • The investor agenda (Juni 2021): Öffentlicher Brief „2021 Global Investor Statement to Governments on the Climate Crisis
        Ein im Vorfeld des letzten G7 Treffens in England veröffentlichter Brief, der von 457 Investoren unterzeichnet wurde, die zusammen über 41 Billionen US-Dollar verwalten, umfasst eine Reihe von Klima-bezogenen Forderungen an die Gesetzgeber, so eine Stärkung der nationalen Klimaverpflichtungen auf der COP26, Covid-19 Erholungsprogramme, die „Net Zero“ unterstützen, Förderung privater Investitionen in grüne Projekte und Unternehmen, Streichung von Subventionen für fossile Brennstoffe,  Schaffung eines robusten CO2-Preises, Pläne für einen gerechten Übergang sowie verpflichtende Offenlegungspflichten orientiert an den TCFD Vorschlägen. 
      • Wilson, Christian & Caldecott, Ben  (Juni 2021): Working Paper „Breaking the Bond: Primary Markets and Carbon-Intensive Financing
        Um die Kapitalströme auf die Ziele des Pariser Abkommens auszurichten, müssen Finanzinstitute kohlenstoffintensive Primärmarkttransaktionen aufgeben, da diese den „braunen“ Unternehmen weiterhin neues Kapital zuführen. In diesem Zusammenhang definieren die beiden Autoren vom Oxford Sustainable Finance Programm eine neue Metrik, das „Primary Market Carbon Exposure“ (PMCE), als Anteil der Primärmarkttransaktionen in kohlenstoffintensiven Sektoren. Der PMCE  von US Unternehmens-Anleihen Exchange-Traded Funds (ETFs) zeigt z.B., dass diese Fonds systematisch an kohlenstoffintensiven Primärmarkttransaktionen teilnehmen. Um nicht zum Kapitalgeber für kohlenstoffintensive Sektoren zu werden, sollten ETF-Anbieter das PMCE im Einklang mit den Kohlenstoffbudgets des Pariser Abkommens reduzieren. Politische Entscheidungsträger sollten berücksichtigen, dass auch Zentralbanken über den Kauf entsprechender ETFs zur Finanzierung von kohlenstoffintensiven Sektoren beitragen. 
      • Rat für Nachhaltige Entwicklung und Nationale Leopoldina Akademie der Wissenschaften (Juni 2021): Positionspapier „Klimaneutralität – Optionen für eine ambitionierte Weichenstellung und Umsetzung
        Im Rahmen der 20. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE), haben der RNE und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina ein gemeinsames Positionspapier vorgelegt, in dem Wege zur Klimaneutralität bis 2050 vorgestellt werden. Es skizziert Handlungsoptionen für die erforderlichen Veränderungen in Gesellschaft, Politik und (Finanz-) Wirtschaft, die angesichts der großen Dringlichkeit und der historischen Dimension der vor uns liegenden Transformation erforderlich sind.
        In diesem Zusammenhang auch ein Hinweis auf die Rede der Bundeskanzlerin, Angela Merkel, anlässlich der RNE Jahrestagung, in der sie auf die Dringlichkeit der Situation hinweist und zugleich deutlich macht „Was wir bisher tun, reicht schlichtweg nicht aus”.

      Rüstung

      • Urgewald (Juni 2021): Artikel „Norwegian Government Pension Fund introduces ethical investment criterion for weapons companies and war crimes: A game changer
        Das norwegische Parlament hat ein neues ethisches Kriterium für Waffenverkäufe verabschiedet, das die Investitionen des norwegischen Government Pension Fund Global (GPFG) leiten soll.  Save the Children Norway und Future in our hands Norway sowie die deutschen NGOs Urgewald und Facing Finance erwarten, dass die Umsetzung des neuen Kriteriums das Risiko der Komplizenschaft bei möglichen Kriegsverbrechen, für die Rüstungsunternehmen weltweit mitverantwortlich sind, verringert.

      Szenario-Analyse

      • NGFS (Juni 2021): Bericht „Climate Scenarios for central banks and supervisors
        Dieser Bericht des Network for Greening the Financial System (NGFS) beschreibt die zweite Ausgabe seiner Klimaszenarien. Sie umfassen eine Zuordnung der Auswirkungen auf Länderebene sowie fast 1.000 wirtschaftliche, finanzielle, Übergangs- und physische Variablen in sechs verschiedenen Szenarien. Zahlreiche weitere Informationen hierzu finden sich auch auf der neuen „Scenarios Portal“ Website des NGFS.

          Wasser-Risiken

          Versicherungen

          • 2 degree investing initiative (Juni 2021): Bericht „An Analysis of New York Domestic Insurers’ Exposure to Transition Risks and Opportunities from Climate Change
            Der vorliegende Bericht der 2 degrees investing initiative (2°ii) verdeutlicht, dass die aus dem Klimawandel resultierenden physischen Risiken und Transformationsrisiken auch und insbesondere für die Versicherungsbranche weitreichend und materiell sind. Zugleich liefert die Studie auch ein Beispiel für Instrumente, mit denen Versicherer diese Risiken analysieren können und skizziert anlagebezogene Strategien, die Versicherer in Betracht ziehen können, um ihr Übergangsrisiko zu mindern.

          Wirkungsanalyse

          📣 SONSTIGES

           

          In eigener Sache

          Zum Schluss nochmal die Bitte um Feedback und Anregungen zu unserem Newsletter sowie um Hinweise und Meldungen aus Ihren Häusern für die nächsten Newsletter – die Sie uns gerne jederzeit zusenden können, an: info@vfu.de

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